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1877 - 1937

Man rühmt den Schwaben mit mancherlei Eigenschaften. Zu ihren Besten gehört jedoch zweifellos die Liebe zur Heimat und zum Gesang. 1877So ist es kein Wunder, daß sich vor 125 Jahren sangesfreudige Männer zusammenfanden, einen Verein zu gründen. Damals herrschte hierüber im Dorf, wie es im Protokollbuch heißt, große Begeisterung. Herr Schulleiter Fehrle, Stifter des Vereins, konnte dann einen Chor mit 16 Mann aufstellen. Erster Direktor des Vereins wurde im März 1877 Herr Schulleiter Geisel.1884 Nach Höhen und Tiefen der ersten Jahre kam es im Jahre 1884 zu einem Feuer der Begeisterung, als im Gasthaus Krone aus dem Gesangverein der heutige Sängerbund Göggingen geboren wurde. Jedoch blieben Differenzen und Querelen zwischen einem Teil der Sänger und dem Direktor nicht aus.Die Folge war ein Wechsel in der Direktion. Michael Sipple wurde für Schulleiter Geisel eingesetzt. Neue Aktivitäten regten sich dann im Sängerbund. Es wurden viele Sitzungen und Besprechungen abgehalten mit dem Ziel, die Sangestätigkeit stärker zu beleben.Diesen Bemühungen war aber kein großer Erfolg beschieden, weil Lehrer Geisel die von ihm von Hand geschriebenen Notenblätter nicht herausgab mit der Erklärung, daß diese sein Eigentum seienBeinahe wäre es zu einem Prozess gekommen, wenn nicht die Frau von Vorstand Sipple, welche mit dem vorhergehenden Direktor Geisel in engem Verwandtschaftsverhältnis stand, ihre bessere Hälfte von dem Ansinnen hätte abbringen können.1888 Am Andreasfeiertag 1888 – 30. November – wurde Lehrer Geisel wieder zum Direktor bestellt. von nun an herrschte wieder eine rege Sangestätigkeit mit regelmäßigen Singstunden.1891Über das weitere Geschehen des Vereins liegen keine Berichte bis zum Jahr 1919 vor. Es ist lediglich aus einem Bericht beim 50-jährigen Jubiläum im Jahre 1927 ein Hinweis auf die im Jahre 1891 abgehaltene Fahnenweihe enthalten.1919Die erste Versammlung nach dem ersten Weltkrieg wurde im März 1919 einberufen, bei der Ludwig Ensle als Vorstand bestellt wurde. Hauptlehrer Binz wurde gebeten, das Dirigentenamt zu übernehmen, wozu er auch bereit war, allerdings unter dem Vorbehalt, zunächst eine Probesingen abzuhalten. Das Ergebnis dieser Singstunden war dann aber für Lehrer Binz so ungenügend, daß er sich außerstande sah, als Dirigent zu wirken. Erst bei einem Grabgesang für ein Vereinsmitglied war dann Lehrer Binz von der dort gebotenen Sangeskunst so beeindruckt, daß er sich nun bereit erklärte, das Amt des Dirigenten zu übernehmen.1926Ganz überraschend berichtet das Protokoll, daß im Herbst 1926 eine große Anzahl von Sängern vom Schützenverein kommend, dem Sängerbund beigetreten sind. Bei der Generalversammlung 1926 wurde beschlossen, das 50-jährige Bestehen des Vereins im Rahmen einer Jubiläumsfeier gebührend zu gedenken.1927Am 28./29. Mai 1927 wurde das 50-jährige Jubiläum abgehalten. Die Bevölkerung des Dorfes schmückte die Häuser mit Blumen und Girlanden. Für das Festbankett am Samstagabend im Rösslesaal komponierte Dirigent Binz eigens eine Festovertüre und einen Festmarsch. Am Festzug beteiligten sich 32 Vereine und 4 Musikkapellen.Der Festzug fand allgemein großen Anklang. Die Besucher hatten noch nie einen größeren Festzug unter gleichen Verhältnissen gesehen. Das Fest verlief in schönster Harmonie und der Sängerbund konnte manches Lob über die vorzügliche Organisation und Durchführung entgegennehmen.Abschließend schreibt der Chronist: „Möge es der jungen Generation wenigstens teilweise vergönnt sein, dereinst, wenn auch grauen Hauptes, das 100-jährige Bestehen des Vereins noch einmal mitfeiern zu können, als Zeugen einer Zeit, in der trotz sozialer und wirtschaftlicher Not jede deutsche Brust durchglüht war von den Idealen des deutschen Männergesangs, der doch dazu berufen ist, seinen Teil dazu beizutragen, das deutsche Volk aus den Fesseln seiner Ohnmacht in lichtere Höhen zu führen.“1934Nach diesem großen Ereignis wurde es im Verein wieder etwas ruhiger. Wegen der großen Flaute beim Sängerbund gründete der Kriegerverein eine Sängerabteilung. Beide Vereine wurden im Jahre 1934 unter Vorstand Heinrich Seitzinger wieder vereinigt. Zur Vereinigung der beiden Vereine schreibt der damalige Bürgermeister Hauber: „In den 10 Jahren meines Hierseins habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Gögginger gar zäh sein können, händelsüchtig oder bösartig sind sie aber nicht.“1937Im Jahre 1937 übernahm Georg Bihlmaier das Amt des Vorstandes. In der Zeit des 2. Weltkrieges ruhte die Vereinstätigkeit.

Die Geschichte des Sängerbundes Göggingen 1877